Nordic Walking


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Nordic Walking

Die Strecken liegen zwischen Limbach und Gresaubach (Straße L333) im Horst.

 

Zeiten:

Dienstag: 9:30 Uhr
Mittwoch: 16:00 Uhr
Samstag: 15:30 Uhr
Sonntag: 9:30 Uhr 

Nähere Informationen bei Rudi Schäfer ("sportlive Schäfer"), Tel.: 0 68 87 / 8 75 77
 

Das schreibt die Saarbrücker Zeitung:


Über Stock und über Stein

Mitgehen kann jeder – Anfänger und Fortgeschrittene können teilnehmen

Rudi Schäfer hat wieder mehr Lebensqualität gewonnen und möchte das, was er erlebt hat, weiter vermitteln. Als ehemaliger Fußballer zieht er am Samstagmittag Nordic Walking vor.

Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Klein

 

Limbach. „Das ist ein ganz großes Thema“, sagt Rudi Schäfer, „denn es kann jeder machen, es ist für jung und alt und gesund.“ Der 55-Jährige erzählt vom Nordic Walking – und das sehr gerne. Die Sportart mit ihrem finnischen Ursprung ist Schäfers liebstes Hobby. Bekannt ist der Gresaubacher eher unter den Fußballern und Tennis-Spielern der Umgebung. Sicher auch, weil er das Sportgeschäft „Sportlive“ in Limbach unterhält. Seit gut einem Jahr aber hat sich sein Leben verändert. Grundlegend. „Eine Frau hat bei mir im Geschäft Stöcke zum Nordic Walking gekauft“, sagt Rudi Schäfer, „und so kam ich zum ersten Mal mit der Sportart in Berührung.“ Von da an wurde alles anders. Bis 1987 hat Rudi Schäfer selbst Fußball gespielt. Er war auch Trainer, zuletzt beim SC Gresaubach. Im Training mit der zweiten Mannschaft hat er sich derart verletzt, dass er bei Doktor Schläfer in Rodalben zwei Mal operiert werden musste. Die bittere Diagnose: Knorpelschaden. Sein Arzt riet ihm, seine liebsten Hobbys sein zu lassen. Spazieren gehen sollte er und zum Aquajogging. Kein Tennis mehr, nicht mehr laufen, Fußball schon mal gar nicht. „Dabei komme ich ja vom Laufen“, erzählt Schäfer, „früher bin ich Marathon gelaufen.“ Seine Bestzeit hat er in den 80er Jahren geschafft: zwei Stunden 52 Minuten. Parallel dazu spielte er Fußball. Parallel kam irgendwann Tennis hinzu. Nach seiner aktiven Zeit als Fußballer hielt er sich vorwiegend mit Tennis fit, war auch 13 Jahre als Spielausschussvorsitzender im SC Gresaubach tätig. Rudi Schäfer legte mit den Grundstein für das heutige Verbandsliga-Dasein der Grün-Weißen. Bis 2002 der Sportunfall im Training passierte. Dieser zehrte sehr an ihm. Bis zu jenem Tag vor 14 Monaten, als er die ersten Stöcke zum Nordic Walking bestellte. „Ich lebe ganz anders“, sagt der 55-Jährige glücklich, „ich denke positiv, gehe gerne wieder arbeiten, habe zehn Kilo abgenommen und fühle mich einfach nur wohl.“ Regelmäßig, nämlich mindestens vier Mal pro Woche, ist Rudi Schäfer im Wald unterwegs. „Im Horst“ zwischen Limbach und Gresaubach ist er dann anzutreffen: dienstags um 9.30 Uhr, mittwochs um 16 Uhr, samstags um 15.30 Uhr und sonntags um 9.30 Uhr. Im Wald sind vier verschieden lange Strecken ausgezeichnet: fünf, 6,5, acht und zehn Kilometer. „Auf der Strecke ist alles drin“, sagt Rudi Schäfer, „bergauf, bergab und landschaftlich ist sie auch sehr schön.“ Bei gutem Wetter hat er das Haustadter Tal im Blick, hat einen herrlichen Ausblick über das Bohnental. Mit ihm sind regelmäßig zwischen zehn und 20 Nordic Walker unterwegs. Im Sommer kommen gut und gerne mal 30 bis 40 Leute. „Alle Altersklassen sind vertreten“, erzählt Rudi Schäfer, „von 20 bis 70.“ Erst zwischen Weihnachten und Neujahr war er noch mit dem Musikverein Gresaubach über Stock und Stein unterwegs. „Wichtig ist, dass man unter fachmännischer Anleitung anfängt“, betont der 55-Jährige, der extra eine Ausbildung gemacht hat und sich Fachmann nennen darf. Schäfer: „Ich werde auch den Fußballern Nordic Walking für den Ausdauerbereich anbieten. Die Sportart sollte man nicht unterschätzen. Man kann auch Power-Walking machen.“ Bislang ist er überall auf offene Ohren gestoßen. Der Tennisclub Gresaubach unter dem Vorsitz von Daniela Ferring zum Beispiel plant Nordic-Walking-Touren an Pfingstmontag und am Tag der deutschen Einheit. Dann geht' s 25 Kilometer rund um Gresaubach.

 

Nordic-Walking-Halbmarathon

 

Rudi Schäfers liebstes Hobby ist jetzt Nordic-Walking

 

Limbach. „Die besten Ideen kommen dir an der frischen Luft, wenn du durch den Wald gehst“, hat Rudi Schäfer festgestellt. Da er regelmäßig unterwegs ist, kommen ihm viele gute Ideen. Eine war zum Beispiel, krebskranken Kindern zu helfen. 350 Nordic Walker waren im September im Waldgebiet „Im Horst“ zwischen Limbach und Gresaubach, um 4620 Euro zu spenden. Lobenswert. Da die Gemeinde Schmelz nun zwei Touristik-Gebiete in Hüttersdorf und „Im Horst“ erschließen will, hat Rudi Schäfer wieder eine Idee gehabt. Bis Mitte des Jahres sollen die Strecken in den Wäldern der Primsgemeinde fertig sein – auch für Radfahrer oder Wanderer. Eben dann möchte Schäfer zum Nordic-Walking-Halbmarathon einladen. Der 55-Jährige, der früher selbst Marathon gelaufen ist, erzählt: „Ursprünglich wollten wir einen Marathon organisieren. Dann sind wir aber zum Halbmarathon gekommen.“ Vier Mal wollte er die Walker auf die zehn Kilometer lange Strecke schicken. „Das dauert aber“, rechnet Schäfer vor, „denn man braucht mindestens sechs Stunden, die letzten würden wohl nach zwölf Stunden ins Ziel kommen.“ Also werden Strecke und Zeit halbiert, um die Organisation zu erleichtern. „Wenn die Maßnahmen der Gemeinde abgeschlossen sind, wollen wir mit dem Halbmarathon die Strecke einweihen“, erklärt Rudi Schäfer. Das könnte im Juni sein, was auch vom Wetter abhängt. Am liebsten hätte Rudi Schäfer den Halbmarathon noch vor der Fußball-WM durchgezogen. Das wäre also vor dem 9. Juni. Mitgehen kann dann jeder. Ob trainiert oder untrainiert, ob Anfänger oder Fortgeschrittene. Wer sich schon vorher dafür fit machen möchte, für den steht Rudi Schäfer gerne zur Verfügung.


Zu erreichen ist er in seinem Sportgeschäft in Limbach unter Telefon (06887) 87577. thk


Quelle: SZ vom 04.01.2006




Rudi Schäfer erklärt, wie's geht. Nordic Walking ist sein liebstes Hobby. Foto: SZ


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